Digitales Geoportal der Geschichte der Orthodoxen in Österreich

Die Initiative eines digitalen Geoportals der Geschichte der Orthodoxen in Österreich fußt auf der Erkenntnis, daß nach Durchsicht der bisherigen einschlägigen Geschichtsforschung augenscheinlich geworden ist, daß die orthodoxe Bevölkerung sowie deren politische und gesellschaftliche Rolle bzw. Stellung auf dem Staatsgebiet der jetzigen Zweiten Republik Österreich zwischen 1914 und 1945 dringend einer tiefschürfenden und öffentlichkeitswirksamen Aufarbeitung bedürfen.

Einerseits stehen im Falle der orthodoxen Bevölkerung in Österreich einer Vielzahl an einschlägigen geschichtswissenschaftlichen Publikationen über die Orthodoxen im 18. und 19. Jahrhundert sehr wenige wissenschaftliche Arbeiten über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gegenüber. Andererseits kommt hinzu, daß des öfteren im zeitgenössischen öffentlichen Diskurs zu vernehmen ist, daß die orthodoxe Bevölkerung erst im Laufe der sogenannten „Gastarbeiterbewegung“ der 1960er und 1970er Jahre nach Österreich gekommen sei. Allerdings reicht deren Geschichte und Präsenz in Österreich weit in das 16. Jahrhundert zurück. Darauf basierend ist erklärbar, warum die bisherige Forschung entweder auf die Zeitspanne vom 16. bis zum 19. Jahrhundert oder aber erst auf jene nach 1945 fokussiert war bzw. ist.

Um diese Lücke in der historischen Forschung zu schließen und um die erwähnte Thematik stärker in den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs in Österreich zu rücken, verfolgen wir das Ziel, in Zukunft verschiedene wissenschaftliche Themen zu den Orthodoxen in Österreich vom 17. Jahrhundert bis 1945, im besonderen jedoch im Zeitraum von 1914 bis 1945, im Wege von unterschiedlichen Einzelprojekten zu erforschen und deren Resultate der österreichischen Gesellschaft online frei zugänglich zu machen. Aus diesem Grund haben wir das digitale Geoportal der Geschichte der Orthodoxen in Österreich erstellt, in das alle unsere Forschungsdaten laufend einfließen werden.

Details finden Sie unter Geoportal


Gefördert von:

Zukunftsfonds

In Zusammenarbeit mit:

Metropolis von Austria Austrian Institute of Technology